Hiroshima war die letzte Station auf unserer Reise durch Japan. Nachdem wir in Tokio gestartet sind und ein paar Nächte in Kyoto und Osaka verbracht haben, ging es von Shin-Osaka aus mit dem Shinkansen in rund 1 1/2 Stunden in die Hafenstadt im Südwesten der Insel Honshū.

Bild von Hiroshima
Die Hafenstadt Hiroshima

Erste Orientierung

Wer den Japan Rail Pass hat, kann in der Stadt den Hiroshima Sightseeing Loop Bus kostenlos nutzen. Das ist ziemlich praktisch, wenn euer Hotel an einer der drei Routen (durch die Farben orange, gelb und grün gekennzeichnet) liegt, die das Busunternehmen anbietet.

Wir hatten das Mitsui Garden Hotel gebucht. Man hat sowohl von den Zimmern als auch vom Restaurant in der obersten Etage einen tollen Blick über die Stadt und ist außerdem nach wenigen Gehminuten im Friedenspark.

Bild von Friedenspark und Friedensdenkmal in Hiroshima
Friedenspark auf der rechten und Friedensdenkmal auf der linken Seite

Friedenspark

Der Friedenspark, der sich auf einer Insel zwischen den Flüssen Motoyasu-gawa und Honkawa befindet, dient nicht nur als Naherholungsgebiet sondern vor allem als Gedenkstätte.

Zentraler Mittelpunkt ist der steinerne Kenotaph, der 1952 errichtet wurde und eine Namensliste der Personen enthält, welche der Atombombe zum Opfer gefallen sind. Rund um das Mahnmal finden sich Gedenktafeln in verschiedenen Sprachen, auf denen es heißt: „Mögen alle Seelen hier in Frieden ruhen, denn wir werden die Katastrophe nie wieder zulassen“.

Bild vom Kenotaph in Hiroshima
Kenotaph für die Opfer der Atombombe

Wenn man an der „Flamme des Friedens“ vorbeiläuft, kommt man zum Kinder-Friedensmonument. Dieses Denkmal ist dem Mädchen Sadako Sasaki gewidmet, die 1955 im Alter von 12 Jahren an den Spätfolgen der Verstrahlung starb. Sie wurde weltweit durch das Falten von Origami-Kranichen bekannt. So findet sich denn auch auf der Spitze des Mahnmals die Bronzefigur eines Mädchens, das einen Kranich in die Höhe hält.

Noch heute falten Kinder in aller Welt Papierkraniche. Ganze Schulklassen kommen hierher, um zu singen, der Opfer zu gedenken und um ihre aufgefädelten Papierkraniche in Schaukästen hinter dem Denkmal aufzuhängen.

Bild vom Kinder-Friedensmonument in Hiroshima
Kinder-Friedensmonument

Auf dem Areal der Parkanlage finden sich insgesamt über 60 Monumente und Gedenksteine, die daran erinnern sollen, was Menschenhand Böses schaffen kann und was nie wieder passieren darf. Das weltweit bekannteste Denkmal ist sicherlich das Friedensdenkmal in Hiroshima.

Friedensdenkmal

Die Ruine des ehemaligen Gebäudes der Industrie- und Handelskammer aus dem Jahr 1914 wird seit dem Atombombenabwurf am 06. August 1945 als Mahnmal erhalten.

Die Explosion der Atombombe erfolgte direkt über der Kuppel dieses Gebäudes (mit einem Abstand von 160m zum Bodennullpunkt). Da die Druckwelle beinahe senkrecht auf die Gebäudestruktur eingewirkt hat, blieb sie weitgehend erhalten. Der Stützkonstruktion des Kuppeldachs verdankt das Gebäude seinen heutigen Namen als Atombomben-Kuppel (Atomic Bomb Dome).

Bild vom Friedensdenkmal in Hiroshima
Friedensdenkmal in Hiroshima

Burg Hiroshima

Die ursprüngliche Burg wurde durch die Atombombe 1945 zerstört. Der 1958 errichte Nachbau dient heute als Museum für die Geschichte Hiroshimas vor dem 2. Weltkrieg.

Uns hat das Museum in der Burg Hiroshima sehr viel besser gefallen, als das in der Burg Osaka. Hier kann man nicht nur echte Samurai-Schwerter in die Hand nehmen, sondern auch traditionelle japanische Kleidung probieren und Fotos machen.

Bild von mir in Samurai-Kostüm
Kein Kommentar 😉

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört das „Hiroshima Museum of Art“ mit einer Sammlung europäischer und japanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch der Shukkei-en Garten soll sehenswert sein, hat in unseren Zeitplan aber leider nicht mehr reingepasst. Dafür können wir euch einen Tagesausflug auf die Insel Miyajima wärmstens empfehlen.

Kulinarische Spezialität

Sieht nicht nur phantastisch aus, sondern schmeckt auch noch total lecker! Okonomiyaki ist ein japanisches Gericht, das je nach Region variiert. Es handelt sich um eine Art Crêpe, auf der man in Streifen geschnittenen Kohl und Fleisch oder Meeresfrüchte gart. Deshalb wird das Gericht auch gern „Japanische Pizza“ genannt.

In Hiroshima werden die Zutaten einfach nur geschichtet, wie ihr im Bild unten ganz gut sehen könnt. Außerdem werden Nudeln verwendet. Unser Restaurant-Tipp für euch: das Benbee Otemachi (2-2-7 Otemachi, Naka-ku Komatsu Building 1F).

Okonomiyaki
Okonomiyaki in Hiroshima

Wenn ihr Fragen zu Hiroshima oder den anderen Stationen unserer Japanreise habt, immer her damit. Nutzt einfach die Kommentarfunktion am Ende dieser Seite.

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