Mallorca hat so viel mehr zu bieten als Ballermann-Strand und Party-Sausen. Die Highlights meines 1-wöchigen Urlaubs stelle ich euch in diesem Reisebericht vor.

Anreise

Mallorca von oben
Mallorca von oben

Von Deutschland aus ist man schnell auf der Insel. Zahlreiche Fluggesellschaften bieten Nonstop-Verbindungen z. B. ab Frankfurt an. Egal, ob Low-Cost-Carrier oder Premium-Airline, ihr landet nach etwa 2 Stunden Flugzeit auf dem Flughafen von Palma.

Wir haben über sunnycars einen Mietwagen bei der Autovermietung von Dollar gebucht. Die Mietwagenstation liegt etwas außerhalb des Flughafengeländes, doch alle 10-15 Minuten verkehrt ein Shuttlebus (ab 7 Uhr morgens). Der Fahrer sammelt euch direkt vor der Abflughalle des Flughafens ein. Den kleinen Umweg nimmt man gern in Kauf, denn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Bild von unserem Mietwagen
Ford Fiesta von der Autovermietung Dollar

Unterkunft auf Mallorca

Wir haben eine Woche im Iberostar Suites Hotel Jardín del Sol verbracht und können euch dieses Hotel wärmstens empfehlen. Es befindet sich in Santa Ponca, eine halbe Autostunde vom Flughafen entfernt. Die Highlights unseres 7-tägigen Aufenthalts:

  • Alle Zimmerkategorien entsprechen Suiten und sind dementsprechend geräumig
  • Alle Zimmer des Adult-only Hotels haben Meerblick
  • Frühstück und Abendessen gibt es in wirklich üppiger Büffetform
  • Das Entertainment-Programm ist sehr umfangreich: so werden neben Live-Musik, Kinoabenden und Cocktail-Masterclasses auch Stand Up Paddling und Kajak-Touren kostenlos angeboten
Iberostar Suites Hotel Jardín del Sol
Iberostar Suites Hotel Jardín del Sol

Fornalutx

Eins vorneweg: wir haben uns zwei Bergdörfer in der Serra de Tramuntana angeschaut: Valdemossa und Fornalutx. Während Valdemossa touristisch ziemlich überlaufen ist (u.a. aufgrund der Tatsache, dass Frédéric Chopin hier ganze 2 Monate seines Lebens verbrachte), tretet ihr in Fornalutx niemandem auf die Füße.

Es ist total entspannend während der flirrenden Mittagshitze durch die schattigen, kopfsteingepflasterten Gassen zu laufen. Die schmalen Fußwege werden von zahlreichen Pflanzenkübeln gesäumt; hinter jeder Ecke wartet ein neues kitschig-romantisches Detail. Also ein absolutes Paradies für Instagramer. 😉 Ihr erreicht Fornalutx, wenn ihr ab Sóller der Ma-2121 folgt.

Bild einer Gasse in Fornalutx
Gasse in Fornalutx

Port de Sóller

Port de Sóller liegt an der Westküste Mallorcas und kann über verschiedene Zufahrtsstraßen erreicht werden. Der Sóller-Tunnel, welcher die Hauptstadt Palma mit dem Hafen verbindet, ist seit Ende 2017 nicht mehr mautpflichtig.

Man kann hier wunderbar auf der Uferpromenade flanieren, am langen Sandstrand baden gehen oder mit einem der vielen Ausflugsboote eine Tour an der Küste machen. Einen tollen Blick auf den Hafen genießt ihr vom Museu de la Mar, das sich in der nordwestlichen Ecke von Port de Sóller am Ende einer Gasse befindet.

Port de Sóller
Port de Sóller

Auf dem Weg zum Hafen empfehlen wir euch einen Zwischenstopp in der Kleinstadt Sóller, die etwa 3km landeinwärts liegt. Highlight der kleinen Gemeinde ist die schon von weitem sichtbare Pfarrkirche Sant Bartomeu.

Hier noch ein kleiner Hinweis: Zwischen Sóller und Port de Sóller verkehrt eine historische Straßenbahn. Bei den Triebwagen 1-3 und den Waggons 5 und 6 handelt es sich um Originale aus dem Jahr 1913. Wer es also etwas gemächlicher mag, nutzt diese Art der Fortbewegung.

Cap de Formentor

Tja, also bis zum Kap sind wir gar nicht gekommen. An diesem Punkt im Norden hat sich die Hauptsaison von ihrer touristisch überfüllten Seite gezeigt.

Mit dem Mietwagen kamen wir  schon deshalb nicht ans Ziel, weil die Zufahrt zum Kap für motorisierte Fahrzeuge in den Sommermonaten gesperrt worden war, um dem Verkehrschaos Herr zu werden. Nur Shuttlebusse verkehrten alle 30 Minuten. Die Warteschlangen waren dementsprechend lang und so haben wir uns mit der traumhaften Aussicht am Mirador del Mas Pas begnügt.

Aussicht vom Mirador del Mas Pas
Aussicht vom Mirador del Mas Pas

Cala de sa Calobra

Dieser Strand ist ein Touristenmagnet, aber landschaftlich wirklich beeindruckend. Kurz hinter dem Stausee Gorg Blau folgt ihr der kurvigen Serpentinenstraße runter an die Küste. Von einem großen Parkplatz aus geht es zu Fuß am Hafen vorbei durch zwei in den Fels gehauene Tunnel. Dahinter öffnet sich die Schlucht mit dem Wildbach Torrent de Pareis. Der schmale Kieselstrand befindet sich zu eurer Linken und lädt zum Schwimmen und Schnorcheln ein.

Wer keinen Mietwagen hat, nutzt eines der Ausflugsboote, die zwischen Port de Sóller und Sa Calobra verkehren.

Cala de sa Calobra
Cala de sa Calobra aus der Drohnenperspektive

Santuari de Lluc

Das Santuari de Lluc befindet sich in der Serra de Tramuntana, an der Ma-10 zwischen Inca und Sa Calobra. Die Anlage inklusive Botanischem Garten kann kostenfrei besichtigt werden; lediglich für das Museum im Hauptgebäude wird Eintritt verlangt.

Wir empfehlen euch den kurzen Aufstieg auf den Kalvarienberg, der sich hinter dem Santuari befindet, denn von dort genießt ihr einen tollen Blick auf das Tal und die umliegenden Berge.

Ausblick vom Kalvarienberg
Ausblick vom Kalvarienberg

Santuari de Sant Salvador

Das Santuari de Sant Salvador ist ein Kloster im Südosten von Mallorca. Es liegt auf einem über 500m hohen Berg, von dem man fantastische Panoramablicke über die gesamte Insel genießt. Eine Serpentinenstraße führt an einem großen Steinkreuz vorbei den Berg hinauf. Das Kloster beherbergt ein Restaurant und Zimmer, die man mieten kann. Der Besuch lohnt sich! 👍🏻

Santuari de Sant Salvador
Santuari de Sant Salvador

Sa Dragonera

Der Ausflug auf die Dracheninsel war eines unserer Urlaubshighlights. Wir sind mit dem Auto nach Sant Elm gefahren, wo mehrmals täglich Fährverbindungen angeboten werden. Ihr parkt für €4 auf einem großen Parkplatz am Ortseingang und lauft etwa 5 Minuten bis zum Bootsableger von crucerosmargarita. Für die Hin- und Rückfahrt zahlt ihr € 13 pro Person; die Überfahrt dauert ca. 10 Minuten.

Fähre Sant Elm - Dragonera
Fähre Sant Elm – Dragonera

Macht euch schon im Vorfeld Gedanken darüber, wie lange ihr auf der Insel zu verweilen gedenkt. Der Betreiber der Fähre wird euch nämlich bereits auf der Überfahrt darauf ansprechen, um die Rückfahrten kalkulieren zu können.

Auf Dragonera gibt es verschiedene, farblich markierte Wanderwege, so dass je nach Kondition und Zeit für jeden etwas dabei ist. Wir sind dem gelben Pfad „Far de Tramuntana“ gefolgt, der zu einem Leuchtturm führt und für Hin- und Rückweg ungefähr eine Stunde in Anspruch nimmt. Die Ausblicke auf die Südküste Mallorcas sind wirklich toll.

Endpunkt des Far de Tramuntana
Endpunkt des Far de Tramuntana

Nehmt euch etwas zu essen und zu trinken mit, da auf der Insel keine Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Behaltet bei einer Rast aber die tierischen Bewohner im Auge. Die Dragonera-Eidechsen sind so gar nicht schüchtern und schneller in euren Rucksack gekrabbelt als ihr denkt. 😉

Noch Fragen?

Ihr plant eine Reise nach Mallorca und habt noch Fragen? Her damit! Nutzt die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrags. Ich bin euch gern behilflich. Und wenn ihr die Insel mit Drohne oder Unterwasserkamera bereisen wollt, findet ihr auf den folgenden Seiten noch ein paar nützliche Tipps:

Susi beim Schnorcheln auf Mallorca
Susi beim Schnorcheln auf Mallorca

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